3 Fragen an: Peter Hölzer (Birchmeier Sprühtechnik AG)

1876 wurde die heutige Birchmeier Sprühtechnik AG unter dem Namen „Trost & Cie“ in Künten im Kanton Aargau, Schweiz gegründet. Die Firma produzierte zunächst Lampen und Metallwaren. Die Sprühtechnik kam erst einige Jahre später durch eine wichtige Erfindung dazu: Johann Babtist Birchmeier, stiller Teilhaber der damaligen Manufaktur, wollte den Weinbauern helfen, deren Ernten erheblich durch die aus Amerika eingeschleppte Reblaus bedroht wahren.

3 Fragen an: Jörg Land (MESTO)

In der Entwicklung und Fertigung von tragbaren Sprühgeräten blickt MESTO auf eine mehr als 90 Jahre währende Firmengeschichte zurück. Im aktuellen Katalog des Unternehmens heißt es: „Durch diese Spezialisierung können wir heute selbstbewusst den Anspruch an Innovations- und Leistungsführerschaft in unserer Branche formulieren. Denn bei MESTO geht es wirklich rund um die Uhr, Tag für Tag und im ganzen Team darum, die besten Sprühgeräte für jeden denkbaren Einsatzbereich bereitzustellen.“

Seit 1919 werden die MESTO Produkte ausschließlich in Deutschland gefertigt. Rund 100 Mitarbeiter sind in der Produktions- und Logistikzentrale in Freiberg am Neckar beschäftigt. Jörg Land ist Vertriebsleiter bei MESTO.

Herr Land, für Hobby- und Profigärtner hat MESTO in diesem Jahr die Rückenspritze RS185 neu im Programm. Was ist das Neue an diesem Sprühgerät?
Land: Bei der RS185 (ebenso bei der RS125) handelt es sich um ein vollständig neu entwickeltes Gerät, das durch ein Optimum an Ergonomie und Bedienungsfreundlichkeit, besticht, was dem Benutzer die Arbeit – vor allem im harten Dauereinsatz – wesentlich erleichtert.

Einzigartig ist eine körperangepasste Behälterform, die beim 12 l und 18 l identisch ist und die es in dieser Art noch nie gab. Gepolsterte Trageriemen sowie Hüft- und Brustgurt sorgen ebenso für ermüdungsfreies Arbeiten wie der optimal geformte Pumphebel, die im Handumdrehen in Länge, Breite und Antriebsseite den Vorlieben des Bedieners angepasst werden können. Es wurde auch an Aufbewahrungsmöglichkeiten für optionales Zubehör wie Spritzschirm oder ein Verlängerungsrohr gedacht. Darüber hinaus erleichtern verschieden große Messbecher, die im verliersicheren Einfülldeckel eingebaut sind, die Arbeit. Der Schutz des Bedieners vor Flüssigkeit wird durch die besondere Behälterform in perfekter Art und Weise gewährleistet.

Wieviel Forschungs- und Entwicklungsarbeit ist notwendig, bevor so ein neues Sprühgerät auf den Markt kommt?
Land: Da für uns immer der Anwender im Mittelpunkt steht, sind wir vor der ersten Idee bis zur Serienreife in engem Dialog mit unseren Endanwendern.

Sie sind auch in diesem Jahr wieder Aussteller auf der internationalen Gartenmesse spoga+gafa in Köln. Welche weiteren Neuheiten werden Sie den Besucher dort noch vorstellen?
Land: MESTO wird auch in diesem Jahr einige durchdachte Neuheiten und Verbesserungen im Detail präsentieren; diese tragen zu wirtschaftlicherem und angenehmerem Arbeiten bei.

Weitere Informationen: mesto.de

GfK: Europäer geben mehr für Gartengeräte und -chemie aus

Umsatzplus für die Hersteller von Gartengeräten und -chemie: Im ersten Halbjahr 2014 verzeichnete der Markt in Großbritannien, Deutschland, den Niederlanden, Frankreich und Belgien ein Wachstum von 16,5 Prozent. Das gab jetzt die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) bekannt. Demnach betrug das gesamte Umsatzvolumen 3,4 Mrd. Euro. Besonders beliebt sind dabei Mähroboter und Akkugeräte.

Die größten Zuwächse mit rund 20 Prozent erzielten Deutschland und Großbritannien. Hierzulande lag der Umsatz bei ca. 1,3 Mrd. Euro, in der UK bei 695 Mio. Euro. In den Niederlanden legte der Umsatz dagegen am geringsten zu. Er erhöhte sich um 6,1 Prozent auf 90 Mio. Euro. Das Mittelfeld bilden die Franzosen (+12,8 % auf 1,26 Mrd. Euro) und die Belgier (+15,5 % auf 103 Mio. Euro).

In den einzelnen Produktgruppen stieg der Umsatz vor allem im Bereich Gartenbewässerung und -reinigung (zum Beispiel Gartenpumpen oder Hochdruckreiniger). Im ersten Halbjahr 2014 lag das Wachstum in den untersuchten Ländern bei 19,7 Prozent. Insgesamt wurden in Großbritannien, Deutschland, den Niederlanden, Frankreich und Belgien 479 Mio. Euro mit diesen Produkten umgesetzt. Der Bereich motorisierte Gartengeräte, dazu zählen beispielsweise Laubsauger, Kettensägen und Rasenmäher, verzeichnete mit 17,8 Prozent das zweithöchste Wachstum und erzielte einen Gesamtumsatz von 1,38 Mrd. Euro. Verbraucher setzten auch im ersten Halbjahr 2014 verstärkt auf den Einsatz von Gartenchemie. Dieses Segment wuchs um 15 Prozent, was einem Umsatzvolumen von 1,36 Mrd. Euro entspricht. Handgartengeräte wie Spaten, Rechen und Scheren generierten im ersten Halbjahr 2014 einen Umsatz von 221 Mio. Euro. Das Wachstum lag bei 10,8 Prozent.

Die Daten werden von GfK kontinuierlich in Stichproben der unterschiedlichen Absatzkanäle erfasst und hochgerechnet. In das Handelspanel fließen weltweit Daten von mehr als 425.000 Verkaufsstellen ein. Über die Warengruppen aller Sektoren hinweg ergibt sich somit ein Bild über die Entwicklung des Marktes für verschiedene Gebrauchs- und Verbrauchsgüter. Im Bereich Garten erfasst GfK Handelsumsätze u.a. in Großbritannien, Deutschland, den Niederlanden, Frankreich und Belgien.

 

Neuer Trend: Insektenhotels locken Nützlinge in den Garten

Immer mehr Gartenbesitzern wird es bewusst, dass es nicht nur wichtig ist, sich um die eigenen Pflanzen zu kümmern und Futter für die Vögel auszulegen, sondern dass auch Insekten einen wichtigen Beitrag für das ökologische Gleichgewicht leisten. Aus dieser Erkenntnis ist ein neuer Gartentrend entstanden: Sogenannte Insektenhotels werden immer beliebter.

Diese kleinen Holzkästen werden draußen an der Hauswand, am Balkon oder an einer anderen geeigneten Stelle im Garten aufgehängt und locken dann ganz gezielt kleine Nützlinge an. Es gibt mehrere „Zimmer“ die so eingerichtet sind, dass sie die speziellen Bedürfnisse der einzelnen Insektenarten erfüllen. Für Marienkäfer gibt es beispielsweise Tannenzapfen, für Holzkäfer Sägespäne, Wildbienen fühlen sich in hohlen Holzstäben wohl. In den Hotels suchen die Tiere Schutz vor der Kälte, sie können sich fortpflanzen und dort nisten. Das hat viele Vorteile für den Garten: Die Insekten helfen beim Bestäuben der Pflanzen, beim Auflockern des Bodens und bei der Schädlingsbekämpfung. Marienkäfer vertilgen zum Beispiel unzählige Blattläuse.

In Deutschland gibt es bereits einige Hersteller von Insektenhotels, und da die Nachfrage immer weiter steigt, spezialisieren sich inzwischen auch Unternehmen auf diese kleinen Häuschen, wie zum Beispiel Luxusinsektenhotels. Dort gibt es unterschiedlich gestaltete Modelle zur Auswahl, die Hotels sind im Stile eines Landhauses, oder auch als Luxuspalast gestaltet. Für Bastler können die Hotels auch als Bausatz geliefert werden.

Weitere Informationen: luxus-insektenhotel.de

Gloria: Ergonomisch gestaltete Sprühgeräte für rückengerechtes Gärtnern

Gartenarbeit macht nicht nur Freude, sondern beansprucht auch den Körper in hohem Maße. Daher ist es ratsam, bei der Auswahl der Gartengeräte auf eine ergonomische Produktgestaltung zu achten. Der Hersteller Gloria ergänzte deshalb sein Sortiment in diesem Jahr um eine neue Linie von Kolbenrückensprühgeräten, die, laut Hersteller: „ … den neuesten Erkenntnissen aus dem Bereich Ergonomie entsprechen.“ Die Sprühgeräte Hobby 1200 und 1800 sollen so für entspanntes Tragen und Arbeiten sorgen und den Rücken des Anwenders schonen.

Solche Sprühgeräte, die sich mit zwölf beziehungsweise 18 Litern Flüssigkeit befüllen lassen, können schnell mal über 20 Kilogramm wiegen. Gerade für einen längeren Einsatz ist dann eine rückenschonende Form der Geräte besonders wichtig. Gloria verspricht darüber hinaus hochwertige Tragegurte, die mit einem Schnellspannsystem für einen sicheren Halt sorgen sollen und das Tragen besonders im Schulterbereich angenehmer machen würden. Die Rückengurte ließen sich zudem problemlos auf beiden Geräteseiten befestigen, so dass der Einsatz sowohl für Rechts- als auch für Linkshänder komfortabel sei.

Weitere Informationen: gloriagarten.de