3 Fragen an: Derk Niemeijer (DieStadtgärtner)

Der Diplom Betriebswirt Derk Niemeijer ist MitbegrĂĽnder von DieStadtgärtner, ein Unternehmen das sich Urban und Guerilla Gardening  unter dem Motto „Holt euch das GrĂĽn zurĂĽck in die Stadt!“ auf die Fahnen geschrieben hat. Hauptprodukte sind die sogenannten Seedbombs, walnussgroĂźe Kugeln, die mit heimischen Pflanzensamen gespickt sind. Diese können ganz einfach auf einen Platz mit ausreichend Erdreich geworfen werden und bilden nach kurzer Zeit ein sprieĂźendes Fleckchen mit bunten BlĂĽten.

Herr Niemeijer, wie sind Sie auf die Idee gekommen sich mit dem Verkauf von Seedbombs selbstständig zu machen?
Niemeijer:
Meine Mitbegründer und ich sind auf dem Land aufgewachsen und waren schon immer sehr naturverbunden. Als wir zum Studieren nach Hamburg kamen, haben uns die Natur und das Grün sehr gefehlt. Wir haben angefangen selber Seedbombs zu rollen und haben dann schnell erkannt, welches Potential diese Kügelchen haben und wie viele Verbreitungsmöglichkeiten es gibt.

Was ist die Idee hinter den Seedbombs?
Niemeijer:
 Seedbombs wurden schon in den Protestbewegungen der siebziger Jahre eingesetzt. Sie sind ein friedliches Ausdrucksmittel mit denen man urbane Plätze um die sich niemand mehr kümmert aufblühen lassen kann. Aber auch für den Blumentopf in der Wohnung sind sie geeignet, genauso wie für den heimischen Garten. Es gibt zurzeit acht verschiedene Sorten, wie zum Beispiel Laubwald, Schmetterlingswiese oder Wildkräuter, die an passenden Stellen ausgeworfen werden können.

Für uns ist es auch sehr wichtig, dass wir ausschließlich naturbelassene Produkte verwenden: Die Seedbombs werden selbstverständlich ohne Chemikalien hergestellt, die Trägersubstanzen sind Humus und Tonerde. Auch beim Verpackungs- und Versandmaterial achten wir darauf nur recyclebare Materialien zu verwenden.

Wer ist die Zielgruppe fĂĽr das Produkt?
Niemeijer:
In unserem Webshop kann jeder die Seedbombs kaufen, entweder im Zehner-Jutebeutel oder im Komplettpaket. Wir verkaufen auch an Großabnehmer. Unsere Verpackungen können individuell angepasst werden; wenn Sie uns Ihr Logo oder Motiv zuschicken, bedrucken wir die Beutel für Sie. Die Seedbombs sind ganz hervorragend als Werbeträger geeignet. Besonders für Unternehmen, die in der grünen Branche tätig sind, aber keine Pflanzen verkaufen sind sie ideale Giveaways. Natürlich verkaufen wir auch an Einzelhändler.

Weitere Informationen: diestadtgärtner.de

Neue Lebensräume auf Dach und Terrasse mit Pflanzinseln

Viele Dächer und Dachterrassen lassen sich relativ einfach mit Pflanzinseln und -beeten gestalten, klar strukturieren und mit echtem GrĂĽn aufwerten. Und dies völlig unabhängig von der Größe der Dachfläche. DafĂĽr bietet OptigrĂĽn nun neue Pflanzgefäße aus Aluminium an. Die Gefäße Typ „ALU“ gibt es in runden und rechteckigen Formen sowie in allen Farben und bis zu Längen von 250 Zentimetern.

GroĂźe Dachflächen lassen sich auĂźerdem geradlinig modern mit größeren Pflanzbeeten einrichten. Eine elegante Lösung zur Einfassung solcher Pflanzbeete bieten die neuen Randelemente Typ „ALU“, die abgestimmt auf die OptigrĂĽn-GrĂĽndach-Systemlösungen erhältlich sind. Die Elemente sind nach Angaben des Herstellers witterungsbeständig und frost- und bruchsicher. Sie eigenen sich fĂĽr Dächer mit einer Neigung von bis zu fĂĽnf Grad. Auf Wunsch sind eine Bewässerungsautomatik fĂĽr die Pflanzen oder Sonderelemente wie z.B. Wasserbecken und Sitzflächen integrierbar.

Weitere Informationen: optigruen.de

 

Riverside Museum of Transport in Glasgow: Farbenfroh von Innen bis AuĂźen

Im Sommer 2011 wurde in Glasgow das „Riverside Museum of Transport“ eröffnet. Im Mai 2012 bekam es als innovativstes Museum auf den Gebieten Technologie, Arbeit und soziale Geschichte den European Museum Academy Micheletti Award. Das Museum ist das erste große öffentliche Projekt von Zaha Hadid in Großbritannien und brachte ihr auch in ihrer Wahlheimat den Durchbruch. Mit einer Mischung aus kraftvoll inszenierten, gezackten und geschwungenen Konturen trägt der Museumsbau eindeutig ihre Handschrift und bildet einen neuen Anziehungspunkt im Glasgower Hafen. Einst wurden dort Schiffe und Raddampfer gebaut. Das neue Museum will an diese Geschichte anknüpfen und dem in weiten Teilen immer noch brachliegenden Gelände zu neuem Leben verhelfen. Vor dem Gebäude auf dem Clyde ankert – ebenfalls als Teil der Ausstellung – der historische Großsegler Glenlee.

Das Gebäude des Riverside Museum wirkt wie ein liegendes Z, das sich kantig an den Rand des Grundstücks drängt. Die 36 Meter hohe Glasfassade zum Clyde River ähnelt mit ihrer markanten Zickzack-Krone den Wellen auf dem Wasser. Die zum Schutz der Exponate dunkel verglasten Fensterfronten spiegeln die Umgebung wider, das silbrig schimmernde Dach scheint sich mit dem Himmel zu verbinden. Die Dachkonstruktion folgt einer sanften und welligen, zum Teil auch kantigen Linienführung. Höhe und Breite der einzelnen Dachbahnen variieren über die gesamte Länge des Baukörpers. Über allem thront die Schnittkante des Spitzdachs. „Das Wichtigste ist die Bewegung, der Fluss der Dinge, eine nicht-euklidische Geometrie, in der sich nichts wiederholt; kurz gesagt: eine Neuordnung des Raums“, lautet die baukünstlerische Überzeugung von Zaha Hadid.

Zum Museum gehört auch eine Cafeteria. Für deren Außenbereich kam „Twin“, ein stabiler, objekttauglicher und wetterfester Kunststoffstuhl aus dem Hause Brunner, zum Einsatz. Frisch, leicht, in jungem Design und aus einem Guss gefertigt, harmoniert er optimal mit dem technischen Ambiente des Museums. In der Farbe „apple“ führt „Twin“ zudem die farbliche Gestaltung im Inneren des Museums – von der lindgrünen Halle über die leuchtend grün gestalteten Treppen bis hin zu den vielen, in verschiedenen Grüntönen gehaltenen Details – konsequent fort. Das Design des multifunktionalen und wetterbeständigen Allrounders stammt von Archirivolto. „Twin“ wurde im April 2012 außerdem in „Die Neue Sammlung“ aufgenommen – eines der größten Museen für zeitgenössisches Industrie- und Produktdesign.

 

Bautätigkeit: Euroconstruct rechnet nicht mit Wachstum – Stimmung deutscher Architekten ist hervorragend

Die Schuldenkrise wirkt sich zunehmend auf die Bautätigkeit aus. Aus diesem Grund senkte die europäische Branchenvereinigung Euroconstruct jetzt ihre Prognose für die kommenden Monate. Für 2012 reduzierte sie die bisherige Wachstumserwartung an die Baubranche von -0,3 auf -2,1 Prozent. Auch für das kommende Jahr korrigierte der Dachverband seine Prognose. Statt einem Plus von 1,8 Prozent rechnet er aktuell nur noch mit einer marginalen Steigerung von 0,4 Prozent. Erst 2014 soll die Bautätigkeit leicht anziehen – und zwar um 1,7 Prozent. Allerdings wird sie noch mehrere Jahre hinter dem Niveau von 2008 herhinken.

Bezogen auf die einzelnen Länder erwartet Euroconstruct nur in Dänemark und Norwegen eine Zunahme der Bauleistung um mehr als zwei Prozent. Für Länder wie Deutschland, Frankreich, Schweiz, Großbritannien und Schweden geht die Branchenvereinigung aber immerhin noch von Zuwächsen von bis zu zwei Prozent aus. Gute Nachrichten für die deutschen Architekten. Und so ist die Stimmung bei ihnen erfreulich gut. Nach den Ergebnissen der vierteljährlichen Umfrage des Ifo Instituts bei freischaffenden Architekten hat sich das Geschäftsklima zu Beginn des zweiten Quartals 2012 sichtlich verbessert. Eine ähnlich gute Stimmung wurde letztmals Mitte der neunziger Jahre – in der Schlussphase des Wiedervereinigungsbooms – registriert.

Die befragten Architekten beurteilten ihre aktuelle Geschäftslage merklich besser als in den Vorquartalen. Dabei ist besonders hervorzuheben: die Zahl derer, die ihre Lage als „gut“ bewerteten ist deutlich angestiegen – von 36 Prozent (Vorquartal) auf jetzt 45 Prozent. Eine, laut Ifo Institut, einmalig hohe Quote. Gleichzeitig bezeichnete nur noch ein FĂĽnftel der Befragten ihre momentane Geschäftslage als „schlecht“ (Vorquartal: 23%).

Die Geschäftserwartungen haben sich wiederum gegenüber den Einschätzungen des letzten Quartals kaum geändert. Während der Anteil der eher optimistisch eingestellten Architekten um drei Prozentpunkte schrumpfte – von 17 auf 14 Prozent –, sank gleichzeitig der Anteil der skeptischen Architekten um zwei Prozentpunkte auf 13 Prozent.

Niederländisches Design für Olympia

Die olympischen Sommerspiele 2012 stehen vor der Tür. Die letzten Arbeiten laufen noch auf Hochtouren. Viele Personen und Unternehmen haben schon jetzt beachtliche Leistungen erbracht, um die Veranstaltung zu einem unvergesslichen Ereignis zu machen. In Zusammenarbeit mit LDA Design London, Hargreaves Associates und Arup, hat beispielsweise Streetlife wesentlich zur Gestaltung der olympischen Parklandschaft in London beigetragen. Das niederländische Unternehmen lieferte die Bänke, die zum Teil speziell für dieses Großereignis entworfen wurden.

Vom über zehn Meter langen Modell „Olympic Wave“ wurden Dutzende entlang der Water Works in Stratford aufgestellt. Die leicht gebogenen Sitzgelegenheiten bilden ein spielerisches Element innerhalb der Parklandschaft. Darüber hinaus sind die Streetlife Modelle „Long&Lean“ und „Rough&Ready“ rund um die Stadien angebracht worden sowie einige hundert „WoodTop“-Systeme zur Schaffung von Sitzflächen entlang der Treppen im Park.

„Health & Safety” ist ein wichtiges Thema bei der Gestaltung des diesjährigen Olympia Geländes. Speziell für London 2012 wurde Streetlife deshalb als „FSC Chain of Custody“-Betrieb zertifiziert. So wollte man hervorheben, dass die Produkte der Kollektion einen lückenlosen FSC-Weg verfolgt haben. Das FSC-Gütezeichen ist ein effektives Mittel gegen den weltweiten illegalen Holzabbau und fördert eine verantwortungsvolle und ökologische Forstwirtschaft. Neben frisch geschlagenem Holz wurde für die Olympia-Bänke von Streetlife auch recyceltes FCS-Holz verwendet.

Weitere Informationen: streetlife.nl