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unique youngstar 2017: Interview mit der Preisträgerin Jessica Bruni

Jessica Bruni mit Catja Caspary (Geschäftsbereichsleiterin des Bereichs Haus und Garten der Koelnmesse) und Jurymitglied Martin Königer (Pavilla Exterieur) © Koelnmesse

Für ihr Projekt „Pflanzen Talje“ wurde Jessica Bruni auf der spoga+gafa mit dem unique youngstar 2017 ausgezeichnet. Wir sprachen mit der Designerin über ihren ungewöhnlichen Entwurf und darüber, was die Auszeichnung mit dem Nachwuchspreis für ihre Arbeit bedeutet.

Jessica Bruni, welches Konzept steckt hinter Ihrem ausgezeichneten Entwurf „Pflanzen Talje“ und wovon haben Sie sich dafür inspirieren lassen?

Bei dem Entwurf handelt es sich um meine Diplomarbeit, die von drei Themen ausging: textile Pflanztaschen, pflegeleichte Hängepflanzen und Bewässerungssysteme. Daraus entstand das Konzept eines Gießanzeigers. Die Pflanztasche mit dem trockenen Substrat hat ein Gegengewicht im Verhältnis 3:1. Wenn die Pflanze gegossen wird, ist sie schwerer und hängt unten. Je mehr Wasser sie danach wieder benötigt, desto leichter wird sie und steigt nach oben. Eine Inspirationsquelle dafür waren Smart Objects. Mein Entwurf funktioniert ähnlich wie ein smartes Objekt, nur auf mechanische Weise.

 

Was bedeutet Ihnen die Auszeichnung mit dem unique youngstar 2017?

Der Wettbewerb war eine einmalige Gelegenheit, meine Diplomarbeit einer breiteren Öffentlichkeit zu zeigen. Die Zusammenarbeit mit der Messe bei der Präsentation des Entwurfs für die Ausstellung hat sehr gut funktioniert. Dass ich jetzt noch den ersten Preis gemacht habe – damit hätte ich nicht gerechnet. Es ist ein Anstoß für meine Arbeit und es wäre toll, wenn ich den Entwurf produzieren lassen könnte. Es gab einige gute Kontakte auf der Messe, so dass ich sehr optimistisch bin.

„Pflanzen Talje“ von Jessica Bruni auf der spoga+gafa 2017 © Koelnmesse

Welche Erfahrungen haben Sie bislang auf der spoga+gafa gemacht?

Der Austausch mit Fachleuten ist für mich das Wichtigste auf der Messe. Ich habe hier sehr interessante Gespräche geführt, von denen beide Seiten profitieren.

 

Welche Herausforderungen sehen Sie heute für junge Designer?

Im Bereich Produktdesign beobachte ich immer häufiger, dass Designer auch die Herstellung ihrer Entwürfe übernehmen. Viele können dadurch weniger entwerfen. Ich denke, hier müsste sich etwas ändern und die Industrie vielleicht wieder mehr auf den Manufakturgedanken setzen, um auch kleinere Serien zu produzieren.

„Pflanzen Talje“ von Jessica Bruni © Jessica Bruni

Welche besonderen Eigenschaften erwarten Sie grundsätzlich von Design für den Außenbereich?

In der heutigen Zeit wird es immer wichtiger, im Garten einen persönlichen Freiraum zu schaffen – ein kleines Paradies. Das Design sollte diesem Anspruch gerecht werden.

 

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