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ZVG und IVG vereinbaren Kooperation zum Thema Torf

Ende Januar 2015 trafen sich Vertreter des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG) e.V. und des Industrieverbandes Garten (IVG) e.V in Essen, um ein gemeinsames Vorgehen zur anhaltenden Diskussion um den Rohstoff Torf vorzustellen und mit Substratherstellern zu diskutieren.

Vielfach, so stellen die Verbände übereinstimmend fest, herrsche auf Anwenderseite, bei Medien, Naturschutzgruppen und auch Politik nur ein ungefähres Wissen über den bis dato unverzichtbaren Torfeinsatz in gärtnerischen Kultursubstraten. Erst kürzlich hatte sich der ZVG eindeutig zu Torf als wichtigem Rohstoff in Kultursubstraten positioniert, um dem modernen Erwerbsgartenbau ein Höchstmaß an Kultursicherheit zu ermöglichen. Alternative Ausgangsstoffe, die geeignet sein könnten, Torf in größeren Anteilen zu ersetzen, seien bis dato am Markt nicht ausreichend verfügbar, hieß es. Aus diesem Grund seien zwar Minderungen des Torfanteils in Ansätzen möglich und würden auch beworben. „Um jedoch bei gesicherter Qualität einen signifikanten Anteil des Marktvolumens von 7,3 Mio m³ zu ersetzen, fehlen schlicht die verfügbaren Mengen an Holzhackschnitzel, Kompost, Rinde und Co.“, so der IVG in seinen Ausführungen. Auch würde bereits seit vielen Jahrzehnten der Torfabbau nur auf bereits degenerierten Moorflächen betrieben, so dass keine lebenden Moore zerstört würden und aufgrund der Wiedervernässung nach der Torfgewinnung Flächen zurückblieben, die sich wieder zu wachsenden Mooren entwickeln könnten.

In der weiteren gemeinsamen Vorgehensweise wollen sich beide Seiten an den Zahlen, Daten und Fakten, die der IVG im Rahmen seiner Markterhebungen einbringt, orientieren. Der ZVG will sein weit verzweigtes Netzwerk für die gemeinsame Arbeit nutzen. Beide Verbände sehen ihre Verpflichtung in der Zusammenarbeit darin, Politik und weitere Interessengruppen über Hintergründe aufzuklären und parallel die Verfügbarkeit geeigneter Ausgangsstoffe zu erhöhen. So sollen zukünftig die Möglichkeiten zur Verwendung alternativer Ausgangsstoffe in Arbeitsgruppen ausgelotet werden. Auch hier sei es Zielsetzung, die gärtnerische Produktion mit geeigneten Kultursubstraten abzusichern, heißt es in einer Pressemeldung.

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